Erweiterte Bildersuche
Registrierte-Benutzer
Paraguay-Benutzername:

Paraguay-Passwort:

Beim nächsten Besuch automatisch anmelden?

» Passwort vergessen
» jetzt registrieren
Paraguay-Zufallsbild

Marktstand beim Reiterfestival
Marktstand beim Reiterfestival "LOS AMIGOS"
Kommentare: 0
administrator_1


Kritisches Paraguay

(Hits: 1068)
Unterkategorien
Chemotherapie – Paraguay Staatspräsident Lugo (0)

Auch der Paraguayische Staatspräsident Lugo lässt sich leider mit einer Chemotherapie seinen „Krebs“ behandeln. Und begibt sich als millionstes Versuchskaninchen in die Fänge der Schulmedizin.

Kurzinfos über die Chemotherapie: Seit nahezu 100 Jahren tappt die Schulmedizin bei Krebs im Dunkeln. Seit vielen Jahrzehnten bringt sie mit immer mehr Druck die Chemotherapie zum Einsatz, die vom Giftgas Lost (Senfgas) abstammt und die vom Großteil der Onkologen für sich selbst im Falle einer eigenen Krebserkrankung abgelehnt wird, da sie eine Mortalität von bis zu 98% innerhalb von 5 Jahren mit sich bringt. Die wenigen Menschen, die das überleben, sind meist sterilisiert. Erwachsene dürfen diese Pseudotherapie ablehnen, Kinder können das nicht! Der Staat wie „Deutschland“ oder/und „Österreich“ maßt sich heuchlerisch an, fürsorglicher zu sein als die leiblichen Eltern.
Die Schulmedizin selbst gesteht, keine Wissenschaft zu sein. Das ist in jedem Lexikon nachzulesen. Ihre Behauptung, Krebs habe „multifaktorielle“ Ursachen, ist weder belegbar noch widerlegbar. In der Tat weiß sie weder von Krebs, noch von den chronischen Krankheiten und auch nicht von den Allergien oder Psychosen, ja nicht einmal von Haarausfall, Kurzsichtigkeit, Ekzem usw. die Ursache. Sie schafft es nicht, Wissen zu schaffen. Sie ist uneffizient und als „Wissenschaft (?), die nicht den Beweis antreten muß“ auch gefährlich! Der staatlich-medizinischen Willkür ist hierbei Tür und Tor geöffnet.

Eine Alternative zur Chemotherapie: UKRAIN http://de.wikipedia.org/wiki/Ukrain - wir empfehlen www.kroisscancercenter.com/

Vorsicht vor diesen Paraguayern! (0)
Hände weg vor einigen abartigen menschlichen Kreaturen und Nachfahren der Kolonisten in Paraguay / ITAPUA Colonias Unidas wie:

Ewer Dressler wohnhaft Obligado, Erno Gallas wohnhaft in Bella-Vista, und diese Leute wollen nur eines: IHR VERTRAUEN GEWINNEN und NATÜRLICH IHR GELD !

Diese Leute – Betrügen – Belügen und Bestehlen Sie wo immer Sie können !



Warum machen die das? Diese Leute sind zu faul zum arbeiten und haben Neid auf Ihr bisschen Geld sowie Ihr kleines Glück in Paraguay!


Verantwortlich für diesen Artikel: Dr. Irina Sojotschy
http://www.hola-paraguay.com/details.php?image_id=1901

Einige Bewertungen von Gemeinden in Paraguay im Bundesstaat ITAPUA 2010 (0)
Mit diesem EBOOK nach Paraguay auswandern, dann kann nichts mehr schief gehen !>>>

Die Members und Redaktion von Hola-Paraguay bewerteten 2010 folgende Gemeinden in Paraguay / Hohenau – Obligado – Bella-Vista


Hohenau: Gemeindeführung sehr lobenswert -
sehr deutschfreundlich – sehr ausländerfreundlich – Kulturell sehr zum Empfehlen – Bildung wird einiges geboten – Geschäftlich viele Möglichkeiten - sehr viele gute Einkaufsmöglichkeiten (Lebensmittel, Bekleidung, Technik, Kfz, Baumaterialien) – Gesundheitsversorgung sehr gut - Sicherheit ist sehr stabil


Größere Kartenansicht


Bella-Vista: Gemeindeführung sehr lobenswert -
sehr deutschfreundlich – sehr ausländerfreundlich – Kulturell noch ein wenig ausbaufähig - Bildung noch ein wenig Ausbaufähig – Natur pur - Geschäftlich viele Möglichkeiten (z.B. Tourismus) – einige sehr gute Einkaufsmöglichkeiten (Speiseöl, Matetee, Baumaterialien, PC, Technik, samstäglicher Bauernmarkt) Sicherheit ist sehr stabil


Größere Kartenansicht


Obligado: Gemeindeführung

Die Bewertung wird nach der Gemeinderatswahl 2010 abgegeben, da wird dann ein neuer/alter Bürgermeister (deutsch sprechend) im Amt sein !!!




Größere Kartenansicht

Mit diesem EBOOK nach Paraguay auswandern, dann kann nichts mehr schief gehen !>>>

110 Jahre Geburtstag Hohenau 2010 (3)

Die großartigen Leistungen der ersten Deutschen Siedler in Hohenau und in Colonias Unidas im Bundesstaat ITAPUA werden heute großteils nur mehr in Spanischer & Guarani Sprache im TV und auf Veranstaltungen quitiert, obwohl sämtliche Nachfahren der „Kolonisten“ von damals noch ein ausgezeichnetes Deutsch sprechen. Es würde die Colonias Unidas in Paraguay ohne den Deutschen Gründern heute in dieser Form nicht so geben in Paraguay.

Schon deshalb alleine wäre es angebracht, besonders in den Colonias Unidas das Deutschtum seiner Vorfahren verstärkt zu pflegen. z.B. Sprachkurse in Deutsch zu organisieren und zu besuchen, Deutsche Kultur und Brauchtum der Bevölkerung näher zu bringen !

Deutsches Blut bleibt Deutsches Blut ! Und außerdem bezieht Paraguay jährlich noch viele € Millionen Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie auch aus anderen Staaten ! (Wäre vielleicht interessant, wie viel € Millionen Entwicklungshilfe Spanien an Paraguay bezahlt, deren Sprache man spricht ?!)


AM DEUTSCHEN WESEN WIRD DIE WELT GENESEN


Artikel: Dr. Irina Sojotschy
http://www.paraguay.hola-paraguay.com/details.php?image_id=1901

Verkehrspolizisten Paraguay´s in bitteren Nöten ! (0)

Haben Sie gewußt, dass die Verkehrspolizei in Paraguay (Policía Caminera) direkt den jeweiligen Gemeinden einer (Municipalidad) sowie deren Bürgermeister untersteht? Die Verkehrspolizisten erhalten z.B. in Ihrer Ausübung des Dienstes in vielen Paraguayischen Gemeinden keinerlei Haftpflicht und Krankenversicherung und verdienen den *Saldo Minimo ugf. GS 1.400.000 ugf. derzeit € 215,- monatlich.

Weitestgehend sind sich die Verkehrspolizisten selbst überlassen, wenn Ihnen im Dienst ein Unglück, Unfall etc. passiert und diese in ärztliche Behandlung müssen.

In dieser Zeit wird der Lohn auch nicht weiterbezahlt. Es gibt aber zum Glück schon paraguayweit einige Bestrebungen eine Gewerkschaft für die Verkehrspolizisten (Policía Caminera) zu gründen, um diesen krassen menschenverachtenden Missstand an der Arbeiterschaft schleunigst zu ändern, sowie das die Policía Caminera in Zukunft nicht mehr einer Gemeinde (Municipalidad) und dessen „Bürgermeisterwillkür“ untersteht, sondern gleich einer übergeordneten Paraguayischen Behörde !

Artikel:

D E U T S C H L A N D Hola-Paraguay.com Administratorin: Dr. Irina Sojotschy http://www.hola-paraguay.com/details.php?image_id=1901


*= Mindesteinkommen

Segen und Fluch der genmanipulierten Saat (10)
Paraguay hat sich dem Soja-Anbau verschrieben - Vor allem Kleinbauern zahlen für den so genannten Fortschritt die Zeche

"Unbedenklich" nennen Sojabarone in Paraguay das Gift, mit dem sie genmanipulierte Pflanzen besprühen. Doch die Menschen werden krank. Der so genannte Fortschritt treibt gerade Kleinbauern in die Enge.
In Agripina Brites Garten wachsen bunte Bougainvillea, Orangen, Bohnen, Sesam, Mangos und diverse Kräuter. Ein paar Hühner picken gackernd Körnchen vom Boden. Die zwei jüngsten ihrer zehn Kinder ruhen sich in der Hängematte aus. Nur selten fährt ein Auto auf der staubigen Sandpiste vorbei. Typisches Landleben in San Miguel, einer Gemeinde der bitterarmen Provinz San Pedro in Zentralparaguay. Agripina Brites ging es nicht schlecht. Ihr zehn Hektar großes Grundstück erlaubte es ihr, die Großfamilie zu ernähren. Trotzdem wird sie ihr Land nun verkaufen. Seit vor zehn Jahren die ersten Sojafelder hier angelegt wurden, veränderte sich das Leben in San Miguel.

Die Soja entpuppte sich als Riesengeschäft. Die proteinhaltige Bohne wird für Biodiesel und Viehfutter exportiert. Die steigenden Weltmarktpreise erbrachten den Exporteuren rasche Gewinne. Großgrundbesitzer kauften immer mehr Land auf. Paraguay baut inzwischen auf einem Drittel seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche Soja an und ist zum sechstgrößten Sojaexporteur weltweit aufgerückt. San Miguel ist heute eingeschlossen von einer 3000 Hektar großen, grünen Sojawüste. Das Haus der Familie Brites ist das erste der Gemeinde und an drei Seiten von Sojafeldern umgeben. In Paraguay wird fast ausschließlich genmanipulierte Soja angebaut. Sie ist weniger aufwendig in der Handhabung und kommt im Rundum-Sorglos-Paket.

Das vom transnationalen Konzern Monsanto vertriebene Saatgut wird zusammen mit dem darauf abgestimmten Herbizid Roundup geliefert. Es tötet alles Unkraut und Ungeziefer, doch die Sojapflanze überlebt dank eines resistenten Gens. Roundup muss alle paar Wochen gesprüht werden, weil die Monokultur anfällig ist für Schädlinge. Das Gift landet vom Winde verweht im Schulhof, in den Gärten und auf den Feldern der Anwohner. Da die Schädlinge immer resistenter werden, muss die Dosis ständig erhöht werden. Völlig unschädlich sei der Hauptbestandteil Glifosat, behaupten die Sojabarone und Monsanto. Unabhängige Studien etwa der Universität von Caen hingegen kommen zu dem Schluss, dass die Mischung von Glifosat mit Trägerstoffen - wie beim Roundup - extrem toxisch ist und zu Fehlgeburten und Missbildungen führt.

Agripina kann gerade mal lesen und schreiben, sie kennt die Studien nicht. Aber ihr sterben die Küken weg, ihr tränen die Augen, sie muss niesen, und ihre Kinder klagen über Schwindel und Kopfschmerzen. In den vergangenen drei Jahren haben die Probleme zugenommen. In einer etwas weiter entfernt liegenden Gemeinde gibt es ungewöhnlich viele Fehlgeburten, in San Miguel starben vor kurzem zwei Dreijährige - einer davon der Sohn des Vorarbeiters der Sojafarm. "Ihm fiel die Haut in Fetzen vom Körper", sagt Agripina. Woran der Junge starb, oder weshalb ihre Kinder krank sind, weiß die 45-Jährige nicht. "Wenn ein Armer stirbt, interessiert das niemanden", sagt sie bitter. Der örtliche Gesundheitsposten ist nur mit einer Krankenschwester besetzt, die nächste Klinik ist in der Provinzstadt Santani - eine Stunde Fahrzeit entfernt. Doch Geld für einen Arztbesuch haben viele nicht. Krankenhausdirektorin Lilia Pelayo geht davon aus, dass nur 20 Prozent aller Erkrankten ins Hospital kommen. Viel kann auch sie nicht tun - das Labor ist nur rudimentär ausgestattet, es fehlt an Ärzten und Medikamenten. "Wir geben den Patienten Medikamente zum Schutz der Magenschleimhaut". Ihr zufolge gibt es vier Vergiftungspatienten pro Monat, in der Regel stirbt einer davon. Ihrem Gefühl nach haben die Fälle zugenommen, verlässliche Statistiken gibt es aber nicht.

Per Gesetz müssten die Sojabauern einen Abstand von 50 bis 100 Metern zu Siedlungen, Straßen und Wasserläufen einhalten. Doch das steht wie so vieles in Paraguay nur auf dem Papier. Das weiß auch Bauernführer Jorge Galeano. Immer wieder muss er schlichten. Auch die Anwohner von San Miguel protestierten beim Umweltministerium - aber das erklärte die Soja nicht für gesundheitsschädlich. Dann baten die Bewohner, dass nicht mehr bei Südwind gesprüht wird, da der Wind die Schadstoffe dann unweigerlich ins Dorf bläst. Ein Paar Wochen danach kam die Polizei mit mehreren Geländefahrzeugen ins Dorf - angeblich eine Razzia. Sie blieben mehrere Stunden, fragten Bewohner aus, durchsuchten Häuser. "Die wollten uns einschüchtern", sagt Agripina. Andernorts werden Demonstranten kurzerhand festgenommen. Agripina hält den Druck nicht mehr aus.

50 Millionen Guaranties (rund 8000 Euro) hat ihr der Sojabaron für ihr Terrain angeboten. "Damit bekomme ich woanders nur sieben Hektar ohne Wohnhaus", seufzt sie. Oder sie geht in die Stadt. "Der Elendsgürtel um die Hauptstadt Asuncion wächst unaufhörlich", warnt der Soziologe Tomas Palau. Für ihn ist der Sojaboom ein Fluch, mit dem Entwaldung, Vergiftung von Flüssen, Verlust einheimischer Flora und Fauna und Vertreibung von Kleinbauern einhergehen. Das Geschäft machen nur wenige wie die Hersteller von genmanipuliertem Saatgut Monsanto, Aventis und Sygenta, der Agrokonzern Cargill, der Dutzende von Silos besitzt, und drei Viertel der Verladehäfen Paraguays kontrolliert, und ein paar Sojabarone. 1,5 Prozent der Bauern besitzen Palau zufolge drei Viertel des Nutzlandes. Den Kleinbauern biete Cargill oder ein Sojabaron Kredite, wenn sie Soja anbauen. Fällt die Ernte schlecht aus, wächst der Schuldenberg. Meist muss der Kleinbauer irgendwann sein Land an die Großen verkaufen. Der neue Präsident Fernando Lugo war früher Bischof und kennt die Probleme gut. Er hat eine Agrarreform versprochen, doch Palau glaubt nicht daran. "Dann wird er sofort die transnationalen Konzerne, die Sojabauern und die US-Botschaft gegen sich aufbringen".

* Quelle: SANDRA WEISS

Das (nicht nur) paraguayische Rechtsystem (0)

Ihr Rechtsanwalt, den Sie im voraus bezahlen müssen, setzt sich mit dem Rechtsanwalt der Gegenpartei und dem Richter, der für den Fall zuständig sein wird, zusammen. Dabei wird beraten, wer von beiden Parteien mehr Finanzmittel hat und wie man an diese herankommt, ohne Recht und Gesetz allzu sehr zu strapazieren.

Während der Kläger in jedem Fall in (kleineren) Portionen zur Kasse gebeten wird, trifft es den Beklagten in Form einer ihm dringend nahegelegten außergerichtlichen Einigung auf einen Schlag. Damit ist das Gesetz außen vor und niemand kann einen der beiden Rechtsanwälte oder gar den Richter belangen.

Falls der Kläger "anstandshalber" etwas abbekommt, wird der Rest unter dem Dreigestirn verteilt - und alle sind zufrieden.

Merken Sie etwas ? Die eigentliche Rechtsfrage, nämlich ob der Beklagte tatsächlich Schuld hat oder nicht, wird überhaupt nicht behandelt. Das interessiert weder Richter noch Rechtsanwälte !

Neuer Satellit für Google Earth der auch Paraguay genau erfasst ! (0)

Google Earth „WorldView I“-Satellit überwacht auch Paraguay und ermöglicht vermutlich die kleinsten hochauflösendsden Bilder von Objekten und Personen auch in PARAGUAY !

Nach bestätigten Pressemeldungen ist der „WorldView I“-Satellit, welcher am 18. September 2007 vom Satellitenbetreiber und Zulieferer des Bildmaterials für Google Earth, DigitalGlobe, ins All geschossen und vom US-Verteidigungsministerium mitfinanziert wurde, ermöglicht vermutlich den Benutzern von Google Earth (z.B. Staatsanwaltschaften in Paraguay, Ministerien in Paraguay etc.), Objekte und Personen in Paraguay mit einer räumlichen Auflösung, welche als die kleinste unterscheidbare Fläche, die erfasst werden kann, definiert ist, von nur noch 50 cm heran holen zu können.

Der Satellit soll täglich eine Fläche von 1.600.000 Quadratkilometer fotografieren – der Vorgänger benötigte hierfür eine Woche. Auch wenn der Satellit beispielsweise für die Überwachung eine höhere Auflösung von wenigen Zentimetern ermöglicht, werden staatliche Paraguay Benutzer von Google Earth, welches neuerdings auch einen Flugsimulator enthält, qualitätshochauflösende Bilder zu Gesicht bekommen, um auch diverse kriminelle Vergehen in Paraguay sofort auszuwerten und überführen zu können.

Dadurch ist auch eine lückenlose Flugüberwachung für Paraguay gegeben !

Der Satellit namens GeoEye wurde zusätzlich im Frühjahr ins All geschossen, ehe Ende 2008 schon der Nachfolger des WorldView I, der WorldView II, seinen Betrieb aufnehmen soll.

*Quelle: Google-News


Größere Kartenansicht

"Sojarepublik" Paraguay? (2)

Paraguay zählt zu den in Lateinamerika am meisten von der Landwirtschaft geprägten Ländern: Fast 40 Prozent der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, die mit 24,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt.

Dabei weist Paraguay mit etwa 80 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen im Besitz von nur 2 Prozent der Bevölkerung eine der höchsten Landkonzentrationen auf. Kleinbauern und Frauen sind die Hauptleidtragenden dieser Besitzkonzentration: Erhebungen zufolge beträgt der prozentuale Anteil von Land im Besitz von Frauen, bezogen auf die nominal gezählten Landtitel, gerade einmal zehn Prozent, ein Ausdruck der bestehenden patriarchalischen Strukturen in der Titelvergabe für Land (LN 393). Paraguay liegt mit einem Wert von 0,757 an 91. Stelle des Human Development Index 2006 (HDI 2006) sowie mit einem HPI-1-Rank von 8,3 Prozent an 14. Stelle des Human Poverty Index for developing countries 2006 (HPI-1 ranks for 102 developing countries and areas). Die Armutsquote auf dem Land liegt bei 35 Prozent, die aber als Folge der massiven Landflucht seit 1997 von der Armut in städtischen Zonen übertroffen wird (LN 393).

Die Sojabohne ist mit Abstand nicht nur das wichtigste Exportprodukt des Landes, sondern mit 38 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Produktion auch der zentrale Pfeiler der paraguayischen Wirtschaft. Paraguays hauptsächliche Sojaanbaugebiete liegen im Osten und Süden des Landes, sind somit direkt Teil des 50 Millionen Hektar umfassenden so genannten "Sojagürtels Südamerikas", der des weiteren den Süden Brasiliens, Nord-Argentinien sowie das östliche Bolivien umfaßt. Rund 70 Prozent der in Paraguay angebauten Soja besteht aus der gentechnisch veränderten Monsanto-Sorte Roundup Ready. Das Land ist mit ca. 4 Millionen Tonnen der weltweit sechst größte Produzent und mit ca. 2,5 Millionen Tonnen viertgrößter Exporteur von Soja, wobei sich durch den Export verarbeiteter Produkte der Exportanteil auf bis zu 80 Prozent des gesamten produzierten Sojas steigert. Die Regierung Paraguays setzt vor allem auf den Export der Soja, so im Nationalen Plan für landwirtschaftliche und ländliche Entwicklung (2004 bis 2008), der die oberste Priorität auf die Steigerung der Agrarexporte, vor allem Soja, setzt (LN 393). Das immense Interesse vor allem auch ausländischer Investoren an Land für Sojaanbau in Paraguay ist auch den dort vorteilhaften Böden zuzuschreiben: Der durchschnittliche Hektarertrag liegt, vor allem im Osten und Süden des Landes, je nach Saison zwischen 1.700 kg/ha (2006) bis 2.600 kg/ha (2001), ca. 5-10 Prozent über den vergleichbaren durchschnittlichen Erträgen im benachbarten Argentinien. All diese Umstände sowie eine Regierungspolitik, die mit aller Entschlossenheit darauf ausgerichtet ist, massive Deviseneinahmen über den Export der Bohne zu generieren und dabei "Kolateralschäden" (siehe Abschnitt Landkonflikte und Ernährungssouveränität in Paraguay) wissentlich zu billigen bis politisch gewollt in Kauf zu nehmen, lassen Paraguay nicht zuletzt in den Augen ausländischer Investoren in ihrem Run auf Land wie ein "Paradies" erscheinen.

Im letzten Sojazyklus 2006/2007 wurde auf fast 2,6 Millionen Hektar Soja angebaut. Davon sind 80% in ausländischer Hand, meistens deutschstämmiger Brasilianer, den so genannten brasiguayos. Diese wurden seit Mitte der 1970er Jahre zuerst im Departamento Alto Paraná von der Diktatur Stroessner angesiedelt, auch um die nach dem blutig niedergeschlagenem Aufstand der Bauernguerillas systematisch von der Diktatur vertriebene Landbevölkerung zu ersetzen


Steigende Nachfrage nach Soja: Ausweitung des Anbaus und Infrastrukturausbau

Die weltweite Nachfrage nach Soja als Tierfutter und für Agrokraftstoffe treibt die Preise für Soja weiter nach oben. Soja-Unternehmen wandelten alleine im Jahr 2007 deshalb weitere 400.000 Hektar Land in Plantagen um. Die Soja-Lobby erwartet in den nächsten Jahren eine Ausdehnung der Sojanbaufläche auf 4 Millionen Hektar. Schätzungen des größten Sojaproduzenten des Landes, Colonias Unidas, zufolge, würden sich bis zu 7 Millionen Hektar landwirtschaftliche Flächen in Paraguay "problemlos" für den Sojaanbau eignen.

Hinzu kommt, dass wegen des Sojabooms nicht nur die Sojafarmer und die Regierung Paraguays, sondern auch die benachbarten Staaten, allen voran Brasilien, den massiven Ausbau der Infrastruktur für den Transport der Ressourcen der "Wunderbohne" vehement fordern und mittlerweile planen: Regelrechte Exportkorridore sollen trotz erheblicher ökologischer und sozialer Bedenken und Warnungen seitens der Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen eingerichtet werden durch den Ausbau von Straße und Schiene und vor allem der Wasserstraßen ("Eje Rio Paraguay - Rio Paraná" und "Eje Capricornio" im Rahmen der interregionalen Infrastrukturinitiative Südamerikas IIRSA). Hinzu kommen Großprojekte wie der Ausbau der Inlandshäfen - wie der von Cargill in Asuncíon - und der Übersee-Exporthäfen im Süden Brasiliens bis hin zu dem von Paraguays Regierung und Ethanolfarmern erwünschten Anschluß an eine der geplanten neuen brasilianischen Ethanol-Pipelines, Maringá - Paranaguá, die dann im Rahmen der so genannten "Ethanol-Allianz" mit Brasilien die ebenfalls rasant wachsenden Zuckerrohranbaugebiete im Osten Paraguays mit den südbrasilianischen Exporthäfen - und damit nicht zuletzt auch mit den Märkten europäischer Benzinschlucker verbinden soll (siehe "Sobre las trampas del agrocombustible y los servicios ambientales", 30-08-2007). - Es steht zu befürchten, dass kleinbäuerliche Landwirtschaft diesen massiven Ausbauplänen entgegensteht - und staatlich sanktioniert vertrieben wird.


Landkonflikte und Ernährungssouveränität in Paraguay

Die Folgen dieser massiven Expansion des großflächigen und in Monokultur erfolgenden Sojaanbaus sowie des damit verbundenen massiven Ausbaus der Transportinfrastruktur sind vielfältig: massive Entwaldung, die im Jahr 2007 in den größten Waldbränden seit Beginn der Aufzeichnungen gipfelte und somit nicht nur die Umwelt und Biodiversität bedroht, sondern auch klimaschädlich sich auswirkt; der großflächige Pestizid- und Herbizideinsatz, der existierende Umweltgesetze nicht respektiert, Krankheiten und sogar Todesfälle in der Landbevölkerung auslöst; die Auslaugung des Bodens und Wasserverschmutzung, die die Zukunft der lokalen Bevölkerung bedroht. All dies sowie die zunehmende Landexpansion für die Sojabohne bedroht auch die indigenen Gemeinschaften, die um ihr angestammtes Land vor Gericht kämpfen müssen. Da aber die Regierung Paraguays internationale Verwicklungen wegen bestehender bilateraler internationaler Investitionsverträge fürchtet, stand beispielsweise der Gemeinschaft der Sawhoyamaxa letztlich nur der justiziable Weg über den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofs offen. Paraguay wurde deshalb im März 2006 wegen schwerer Verletzung der Rechte auf Leben, auf körperliche Unversehrheit, Eigentum und anderer Rechte verurteilt.

Kleinbauern leiden massiv unter der Ausweitung des Sojaanbaus. Zehntausende Menschen werden von ihrem Land vertrieben: Allein 90.000 Familien während des letzten Jahrzehnts. Es handelt sich bei diesen Vertriebenen in der Regel um Kleinbauern, die mit ihrer familiären Landwirtschaft nicht mit den Sojafarmern konkurrieren können. Folgen dieser Vertreibung ist auch eine massive Landflucht der Vertriebenen in die Städte. Angesichts dieser Vertreibung hunderttausender Menschen nimmt es nicht wunder, daß sowohl auf dem Land wie in den Elendsvierteln der Städte die Konflikte rasant zunehmen. Die Folgen dieser sozialen Entwurzelung sind nicht zuletzt auch der Zerfall der Gemeinschaftsstrukturen wie auch der Familien. Frauen sind oft die Hauptleidtragenden dieser jüngeren Entwicklungen in Paraguay.

Allein in den letzten Jahren (2004-2007) wurden auch vermehrt Fälle von Einschüchterung, Bedrohung, Mord, massiven Landkonflikten und Menschenrechtsverletzungen verzeichnet (LN 385/386): In Anwesenheit korrumpierter Polizisten und Bezirksrichtern wurden Hütten der Kleinbauern verbrannt (2004). Die Vertreibung der kleinbäuerlichen und familiären Landwirtschaft durch die Sojafarmer wird auch oft von Militär und Polizei sowie angeheuerter Paramilitärs (Departement Caaguazú) als auch von Teilen korrumpierter staatlich Bediensteter gedeckt. So verzeichnet auch die eigentlich verfassungsgemäß durchzuführende Landreform (Enteignung großer unproduktiver Güter und unrechtmäßiger Landtransfers sowie die Lokalisierung der verbleibenden öffentlichen Ländereien) keine Fortschritte. Vielmehr zeigt sich, so die Kritik von sozialen Bewegungen wie u.a. von Via Campesina, Movimiento Agrario Popular del Paraguay (MAP), Movimiento Paraguayo Campesino (MCP), Coordinadora Nacional de Mujeres Rurales e Indígenas (Conamuri) oder der Organización de Lucha por la Tierra (OLT), dass in Folge des gegenwärtigen Sojabooms die seit den 1960er Jahren mit der Landreform beauftragte staatliche Institution INDERT (Instituto Nacional de Desarrollo Rural y de la Tierra - Nationales Institut für Landfragen und für die ländliche Entwicklung) sich zunehmend eher als "Grundstückmaklerin" für landsuchende Sojafarmer denn als Garantin der Durchführung der Landreform betätigt hat.

In Paraguay ist angesichts dieses aktuellen und hochbrisanten Sojabooms die Sicherung der Ernährungssouveränität der kleinbäuerlichen und familiären Landwirtschaft akut bedroht. Dabei ist Paraguay einer der weltweit 22 Staaten, deren Verfassung das Recht auf Nahrung, und somit auch den Zugang zu Land implizit verbrieft hat. Darüber hinaus hat Paraguay 1992 den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (WSK-Pakt) der Vereinten Nationen ratifiziert und verpflichtete sich dadurch, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Recht auf Nahrung durch den direkten Zugang zu Land umzusetzen (LN 393). Es gilt, den Widerstand der sozialen Bewegungen in Paraguay zu unterstützen in ihrem Kampf um Ernährungssouveränität, Land und Umweltgerechtigkeit.

*Quelle Christian Russau (FDCL), März 2008

Soja-Anbau verdrängt Kleinbauern in Paraguay (0)

Weil die Menschen in Europa und Nordamerika viel Fleisch essen und die Bewohner vieler Schwellenländer es ihnen künftig gleich tun wollen, steigt der Bedarf an Futterpflanzen wie Sojabohnen immer weiter an. In Paraguay ist die Expansion des Sojaanbaus sogar ein Wahlkampfthema, denn viele Kleinbauern werden durch die Ausweitung des Sojaanbaus von ihren Böden verdrängt.

Drei Fahrtstunden von Paraguays Hauptstadt Asunción entfernt verlässt der alte Geländewagen der Kleinbauernorganisation MCNOC den Asphalt und müht sich vier weitere Stunden über Lehmstraßen gen Süden. Belarmino Balbuena ist auf Wahlkampftour in entlegene Kleinbauerngemeinden. Belarminos Partei unterstützt neben fast einem Dutzend anderer Gruppen den ehemaligen Bischof Fernando Lugo, aussichtsreicher Kandidat gegen die seit 60 Jahren regierende Colorado-Partei.

Auf den ersten Blick ist San Francisco eine arme, aber friedliche Gemeinde. Kleine, einfachste Gehöfte an einem Bach, Mais- und Baumwollfelder, Kühe, Schweine, Hühner, Pferdekarren und immer wieder Waldstücke. In einem Kilometer Entfernung, auf den Hügeln rund um das Dorf herum, liegen Sojafelder. Und diese Sojafelder bergen politischen Sprengstoff. Bauernführer Belarmino erklärt, warum:

In dieser Gegend leben viele Gemeinden im Widerstand gegen die Soja-Latifundien, die sie quasi erdrücken. Hier hat es in der letzten Zeit viel Gewalt gegeben, ein Bauernführer ist sogar ermordet worden. Den Staat gibt es in in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht so gut wie nicht. Die Straßen sind schlecht und bei Regen oft unpassierbar, einen Gesundheitsposten gibt es weit und breit nicht. Menschen sterben deswegen.

Weiter Richtung Osten, in Richtung Brasilien verläuft die Landstraße stundenlang an gerade abgeernteten Sojafeldern entlang. Ab und an durch verlassene Weiler, deren Bauern in den letzten Jahren aufgeben mussten, hier und da vorbei an kleinen Baumgruppen, wo noch vor dreißig Jahren atlantischer Urwald war. Immer deutlicher sichtbar werden die fatalen Folgen der Soja-Monokultur, nicht nur für die traditionelle Kleinbauernwirtschaft, auch für die Umwelt: Die Wissenschaftler Reto Soderecker und Diego Segovia vom sozialwissenschaftlichen Institut BASE in Asunción:

Während des Sojazyklus besuchen wir Woche für Woche Bauerngemeinden, die den Agrogiften der Sojawirtschaft ausgesetzt sind. Fast jedes Mal müssen wir ein Mädchen oder einen Jungen in die Kinderklinik nach Asunción mitnehmen und das war für mich eine ziemlich schreckliche Erfahrung. Wir haben es mit einer kompletten Zerstörung der natürlichen Ressourcen zu tun. Wälder werden großflächig abgeholzt, Wasser und Böden werden vergiftet. 95 Prozent der hier angebauten Soja ist gentechnisch manipuliert, die wiederum extrem abhängig ist von Agrochemie. Die Kleinbauern, die neben der Soja wohnen, werden vertrieben durch die Zerstörung der Natur. Sie können das Wasser nicht mehr trinken, Ihr Vieh stirbt, ihre Felder werden verseucht, weil der Wind die Giftstoffe herübertreibt. Sie werden krank und ihre Kinder sterben. Das zwingt die Bauern, ihre Felder aufzugeben und in die Städte zu migrieren.

Doch in den Städten wartet auf die Bauern noch mehr Armut, denn der Sojaboom geht auch an den Städten Paraguays komplett vorbei, meint Diego Segovia:

Auch den Städten bringt das Agroexportmodell keine Arbeit. Das Soja wird auf den Feldern auf Lastwagen verladen, in den Häfen übernehmen Schiffe die Landung und weg sind sie. Die sozioökonomischen Folgen des Agroexportmodells sind mehr Armut und mehr Arbeitslosigkeit, auf dem Land, aber eben auch in den Städten!

Bauer Ramón ist wie viele in den von Soja umringten Gemeinden verzweifelt, versteht nicht, warum für die Kleinbauern kein Platz in Paraguay sein soll:

Wir wollen doch nur Gerechtigkeit. Warum lassen sie uns Kleinbauern denn nicht ein bisschen Land? Warum geben sie alles den Großgrundbesitzern, den Brasilianern? Immer schicken sie das Militär, wenn wir brachliegendes Land nutzen. Wir sind doch keine Tiere! Wir sind Menschen, wie andere auch und wir wollen auch in Würde leben. Und die haben doch wirklich genug Land.

* Quelle Markus Plate

Paraguays Kleinbauern hungern mitten in Sojafeldern (0)

Mit Soja lässt sich zurzeit viel Geld verdienen. Den Preis für den Boom zahlen in Paraguay die Kleinbauern. Der oft unkontrollierte Anbau zerstört ihre Lebensgrundlage.

Die Tage der Ribeiras in Barrio San Pedro sind gezählt. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als von hier wegzuziehen», klagt Hermenio Ribeira, der in der etwa zwei Autostunden von der paraguayischen Hauptstadt Asunción entfernten Ortschaft zusammen mit seiner Frau und den älteren seiner elf Kinder ein kleines Bauerngut bewirtschaftet. «Unser Hof ist vollständig von Sojafeldern eingeschlossen, und wir leiden immer mehr unter den Pestiziden, die in grossen Mengen mit Flugzeugen versprüht werden, und die der Wind ständig auch zu uns trägt.» Am stärksten setzen die Einsätze mit Schädlingsbekämpfungsmitteln jeweils der 18-jährigen Carolina zu, sie wird jedes Mal von starkem Kopfweh geplagt und muss oft erbrechen. Aber auch Mutter Agripina und das Nesthäkchen der Familie, die sechsjährige Karen Lucia, spüren des Öfteren ähnliche Symptome.

Die Ribeiras beschwerten sich mehrmals beim Verwalter der 3000 Hektaren grossen Sojafarm, die einem in Asuncíon ansässigen Einheimischen gehört. Doch ihre Klagen stiessen auf taube Ohren. Grossgrundbesitzer, die in der Regel über gute Beziehungen zu einflussreichen Politikern verfügen, können sich in Paraguay nahezu alles erlauben. Zwar schreibt etwa das Umweltgesetz natürliche Barrieren mit Bäumen gegen die Pestizidabdrift vor. Die meisten Sojeros, von denen viele aus Brasilien kommen, pflanzen jedoch weit schmalere Schutzstreifen an als verlangt oder ignorieren die rechtlichen Normen ganz. Um neue Anbauflächen zu gewinnen, üben viele massiven Druck auf benachbarte Campesinos aus. «Zuweilen werden ganze Kleinbauerngemeinschaften gewaltsam vertrieben», bestätigt Volker Sitta, der die Arbeit des Schweizerischen Roten Kreuzes in Südamerika koordiniert und in Asunción lebt, «sei es durch den Einsatz paramilitärischer Kräfte im Dienste der Grossbauern oder durch die bewusste Besprühung von Siedlungen mit Agrochemikalien, welche die Ernten der Kleinbauern zerstören und ihnen somit ihre Lebensgrundlagen entziehen.»

Sojabauer drückt Bodenpreis

Für ihr zehn Hektaren grosses Grundstück, auf dem sie hauptsächlich Sesam sowie Mais und Gemüse für den Eigenbedarf anbauen, hatte der Sojabauer den Ribeiras ursprünglich umgerechnet 16 500 Franken angeboten. Da die Familie nicht sofort einwilligte, drückte er den Preis immer weiter hinunter. Die bisher letzte Offerte liegt bei 12 000 Franken. Bleibt es bei dieser Summe, was noch keineswegs sicher ist, kann sich die Familie damit an einem andern Ort etwa sieben Hektaren Boden kaufen, allerdings ohne ein Haus darauf. «Wir wissen, dass unser Hof hier mehr wert ist und unsere Notlage schamlos ausgenützt wird», sagt Ribeira, «aber wir müssen das Angebot wohl oder übel akzeptieren, um unsere Kinder und Enkel nicht mehr länger gesundheitlichen Risiken auszusetzen.»

Futter für Autos und Tiere

Die Sojaproduktion hat in den vergangenen Jahren nicht bloss in Paraguay, sondern auch in mehreren anderen lateinamerikanischen Ländern stark zugenommen. In Brasilien beispielsweise hat sich die Anbaufläche zwischen 1995 und 2005 auf 22 Millionen Hektar verdoppelt, und in Argentinien hat die Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte inzwischen mit 17 Millionen Hektaren die Hälfte des landwirtschaftlich genutzten Bodens erobert. Lateinamerika hat die USA als weltweit führenden Exporteur von Soja bereits überholt. Dieser Trend wird sich weiter verstärken, da in den Vereinigten Staaten die Anbauflächen begrenzt sind. 2006 wurden weltweit 236 Millionen Tonnen Sojabohnen geerntet, bis 2020 dürfte die globale Nachfrage auf 300 Millionen Tonnen steigen. Rund 70 Prozent dieser Zunahme, so schätzt die Umweltorganisation WWF, wird auf die wichtigsten Erzeugerländer in Lateinamerika entfallen: Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien. Der Löwenanteil der Produktion, etwa vier Fünftel, wird auch in Zukunft für die Tierfütterung bestimmt sein. Sojaschrot versorgt Rinder, Schweine und Hühner mit Proteinen. In den vergangen Jahren wurde Soja zudem vermehrt zur Fabrikation von Biotreibstoffen genutzt. Auf die Herstellung von Lebensmitteln entfällt weniger als 20 Prozent der globalen Ernte.

Soja stellt heute in Lateinamerika dank der ständig wachsenden Nachfrage und den hohen Weltmarktpreisen eine wichtige Einkommensquelle dar. Die Expansion der Sojabohnenindustrie für den Exportmarkt geht jedoch allzu oft auf Kosten der Umwelt und der Menschen in den betroffenen Regionen. Die grösstenteils gentechnisch veränderten Sojasaaten verdrängen traditionelle Kulturpflanzen, die als Nahrungsgrundlage vieler Kleinbauern dienen. Wo gestern Mais, Weizen, Reis und Gemüse angepflanzt wurden oder Rinder weideten, wächst jetzt Soja. In Argentinien führte das bereits im vergangenen Jahr in Kombination mit einem harten Winter zu einer deutlichen Verknappung des Angebots und zu Preisschüben bei Lebensmitteln.

Neue Schädlinge und vergiftete Flüsse

Profitgierige Sojabauern in Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien lassen darüber hinaus immer wieder grosse Flächen an artenreichen Wäldern und Savannen abholzen oder niederbrennen, um ihre Anbauflächen ausdehnen zu können – in vielen Fällen illegal. Mit solchen Eingriffen wird das natürliche Gleichgewicht massiv gestört und der Lebensraum der dort angesiedelten Familien – meist handelt es sich um Ureinwohner oder Kleinbauern – zu Grunde gerichtet. Selbst wenn sie nicht direkt vertrieben werden, bleibt ihnen oft keine andere Wahl, als an einem anderen Ort eine neue Existenzgrundlage zu suchen, weil der unkontrollierte Sojaanbau auch ihre Nahrungsbasis zerstört hat. Durch unsachgemässe Kultivierungsmethoden nehmen Bodenerosion und Verwüstung stark zu. Neue Schädlinge tauchen auf, und es werden mehr Pflanzenkrankheiten registriert. Die Waldrodungen führen zu Veränderungen im Wasserhaushalt und bei den Regenzyklen. Zusätzlich vergiftet der hemmungslose Einsatz von Herbiziden und Pflanzenschutzmitteln Flüsse, Bäche und Seen. Die Fische gehen ein, die Anwohner werden krank.

Umweltverbände warnen seit Jahren vor den Besorgnis erregenden ökologischen und sozialen Folgen einer überbordenden Sojaherstellung. Ihre Appelle für eine umwelt- und sozialverträglichere Produktion fruchten jedoch wenig. Welcher Farmer ist schon bereit, aus Rücksicht auf den Regenwald oder die in ihrer Existenz bedrohten Kleinbauern weniger Soja anzubauen, wenn die Nachfrage nach Tierfutter und alternativen Treibstoffen ständig steigt, und er mit seinen Exporten viel Geld verdienen kann? So lange Europas Kühe gewissermassen auf Lateinamerikas Weiden grasen, bleiben dort Millionen von Menschen unterernährt.

* Quelle Hans Moser

Paraguay-Sojaernte 2009 (0)

Die durchschnittlichen Ernteerträge von Soja verbesserten sich durch den einsetzenden Regen nicht, auch die Erträge der mittleren und späten Ernte entsprechen genauso wenig wie die Frühernte den Erwartungen der Sojabauern. Dies ergab eine Studie der Union der Produktionsgemeinschaften (UGP).

Die durchschnittlichen Ernteerträge der späten Phasen beliefen sich laut der Studie auf etwa 1 500 kg pro Hektar. Die gesamte Produktion der laufenden Ernte wird auf 4,5 Millionen Tonnen geschätzt. Die Nachrichten sind nicht gerade ermutigend für die paraguayischen Sojabauern, denn es wurde mit einer deutlichen Verbesserung in den späteren Erntephasen gerechnet, da der Regen rechtzeitig einsetzte.

Der frühe Soja erreichte einen Durchschnittswert von 1 023 Kilo pro Hektar, die mittlere Ernte 1 792 und die Späternte 1 809 Kilo pro Hektar. Die geschätzte Gesamtanbaufläche beträgt 2 596 653 Hektar.

Das landwirtschaftliche Ministerium der Vereinigten Staaten schätzt die Ernte in Paraguay auf 4 Millionen Tonnen. Wenn diese Zahlen sich nicht ändern sollten, dann kann man diese Ernte als die schlechteste Ernte, seit dem Soja in Paraguay angebaut wird, bezeichnen. Der amerikanische Bericht weist auch aus, dass der Export von paraguayischem Soja höchstens 2,4 Millionen Tonnen betragen würde, im Gegensatz zu den 5 Millionen Tonnen, die in der letzten Ernte exportiert wurden.

Jedenfalls sind in der nächsten Zeit in Paraguay billigst Kfz sowie Grundstücke zu erwerben, da viele Großbauern (Kolonisten) insolvent werden ! z.B. 1 ha ausgebuscht mit Stromversorgung sowie Wasser (Brunnen) und Grundstückszufahrt ab ca. US$ 1.000,-

Wer weiterhin genmanipuliertes SOJA auf kontaminierten Äckern in Paraguay anbaut, hat keine Absatzmärkte mehr und ein zwangsumdenken wird stattfinden !!!

*Quelle: Farmland | Online Magazin

Artikel: Klaus Hofer / Österreich

Obligado (0)
Kostenloses Internetkonto für PARAGUAY mit EC- und Visa-Card

Das kostenlose Internetkonto der DKB auch für PARAGUAY bietet Ihnen viele Extras für 0 Euro: EC- und VISA-Card, weltweit kostenlos Bargeld abheben - an allen Geldautomaten, 7,9% Dispo-Zins uvm.

-------------------------------------------------------------------------------------

"Sagenhafte unerklärliche Zustände" der Gemeindeführung Obligado mit der "Deutschen Auswanderer-Siedlung" in Obligado.



Herr Michael Janscher aus Österreich, will sich natürlich in seiner neuen Wahlheimat Paraguay besonders profilieren. So z.B. will er eine eigene Straßenbezeichnung errichten die es in Österreich ohne Leistung nicht geben würde !


Größere Kartenansicht

Es ist zum Schmunzeln und zum Lachen wie unverfroren der Typus Paraguay-Auswanderer ist ! Jedenfalls wird diese Angelegenheit Gerichtsanhängig und DASS IST GUT SO...Lollllll

Siehe Zeitungsartikel der ABC vom April 2009 http://www.abc.com.py/2009-04-13/articulos/512005/vecinos-de-barrio-aleman-exigen-apertura-de-calle

Oder wie sieht unsere Leserschaft dies ?


-------------------------------------------------------------------------------------

Kostenloses Internetkonto für PARAGUAY mit EC- und Visa-Card

Das kostenlose Internetkonto der DKB auch für PARAGUAY bietet Ihnen viele Extras für 0 Euro: EC- und VISA-Card, weltweit kostenlos Bargeld abheben - an allen Geldautomaten, 7,9% Dispo-Zins uvm.


Artikel: Klaus Hofer / Österreich

Die "Obrigkeit" in Paraguay (1)
Kostenloses Internetkonto für PARAGUAY mit EC- und Visa-Card

Das kostenlose Internetkonto der DKB auch für PARAGUAY bietet Ihnen viele Extras für 0 Euro: EC- und VISA-Card, weltweit kostenlos Bargeld abheben - an allen Geldautomaten, 7,9% Dispo-Zins uvm.

-------------------------------------------------------------------------------------

Einige Bürgermeister, Politiker, Beamte etc. glauben dass Sie eine „Obrigkeit“ in Paraguay darstellen die Auswanderer so akzeptieren muessten. NEIN – werte Obrigkeitsdenker – Sie sind Diener des Volkes von Paraguay das Sie gewählt hat und nicht mehr !

Paraguay ist eine Präsidialrepublik also ein Staat, der die Staatsform Republik besitzt und in dem ein Präsident als Staatsoberhaupt und Regierungschef die Regierungsgewalt innehat. Formal ist der Präsident in einer Republik auf begrenzte Zeit gewählt und an bestimmte Machtgrenzen (durch Verfassung oder Tradition) gebunden. Eine Diktatur ist keine Präsidialrepublik, auch dann nicht, wenn sich der Diktator als Präsident bezeichnen lässt oder ein von ihm abhängiges Parlament ernennt. Deshalb wird auch ein Obrigkeitsdenken in einer Präsidialrepublik wie Paraguay sich darstellt der Vergangenheit angehören.

Defination Obrigkeit:

Als Obrigkeit (lat. superioritas) wurden in hierarchisch organisierten Gemeinwesen seit dem späten Mittelalter bis in die Moderne hinein diejenigen Personen oder Institutionen bezeichnet, die rechtmäßig oder auch nur aufgrund eigener Anmaßung (Usurpation) die Herrschaft ausübten und die rechtliche und faktische Gewalt über die Untertanen besaßen. Die Untertanen schuldeten ihrer Obrigkeit Gehorsam.

Historisch unterscheidet man zwischen geistlicher und weltlicher Obrigkeit. Zur Ersteren gehörten die kirchlichen und religiösen Oberen, so etwa der Papst, die Bischöfe und die Äbte, aber auch evangelische Superintendenten. Der Pfarrer galt für seine Gemeinde ebenfalls als vorgesetzte Obrigkeit. Weltliche Obrigkeiten waren zum Beispiel Könige oder Fürsten, Inhaber von Grundherrschaften, aber auch die Räte in den Städten. Die Gewalt der Obrigkeit äußerte sich insbesondere in der Gerichtshoheit und der Vollmacht, Gesetze und Vorschriften zu erlassen, von den Untertanen Abgaben zu verlangen, Privilegien zu gewähren und Gefolgschaft im Krieg einzufordern.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde das Verhältnis zwischen der Obrigkeit und den Untertanen in der Regel als persönliche Bindung aufgefasst, in die man meist hineingeboren wurde (etwa bei Erbuntertänigkeit) oder - was seltener vorkam - freiwillig oder unfreiwillig eintrat. Zwar konnten Untertanen bei Änderungen der Macht- oder Besitzverhältnisse (etwa bedingt durch kriegerische Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen, Neubelehnungen, Erbfolgeregelungen, die Veräußerung oder Verpfändung von Besitzungen etc.) auch unter die Herrschaft einer neuen Obrigkeit gelangen. Kennzeichnend für den Untergebenen ist jedoch der Umstand, dass er sich die Obrigkeit zumeist weder aussuchen kann noch aus sich heraus dazu berechtigt ist, auf ihre Handlungen und Verfügungen, selbst wenn sie ihn betreffen, Einfluss zu nehmen.

Aus diesem Grund erscheint der Ausdruck Obrigkeit heute nicht mehr angemessen, wenn er in Bezug auf Republiken oder anderen Verfassungsstaaten verwandt wird, die die Gewaltenteilung kennen und deren politisches System auf dem Prinzip der Volkssouveränität beruht, also etwa in Bezug auf moderne demokratische Rechtsstaaten.

Allerdings wurde der Begriff in den frühen republikanischen Regimes, die im Laufe des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild der französischen Revolution in Europa und Amerika entstanden, anfänglich noch unhinterfragt als allgemeine Bezeichnung für die Staatsgewalt verwendet.
Die fraglose Anerkennung gesellschaftlicher und politischer Hierarchien und die unbedingte Unterwerfung unter tatsächlich oder vermeintlich höhergestellte Personen oder Institutionen („Autoritäten“) wird auch als Obrigkeitsdenken oder Obrigkeitshörigkeit bezeichnet. Ein übertriebenes Vertrauen auf die Handlungen und Maßnahmen der Regierenden (nach dem Motto „Sie werden es schon richten“) bezeichnet man als Obrigkeitsglauben. Ein autoritäres, undemokratisches Staatswesen, das seinen Bürgern keine oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten der politischen Partizipation einräumt und auf abweichende Meinungen oder Kritik häufig mit Unterdrückungsmaßnahmen reagiert, wird in polemischer Diktion auch als Obrigkeitsstaat bezeichnet.


Artikel: Klaus Hofer / Österreich


-------------------------------------------------------------------------------------


Kostenloses Internetkonto für PARAGUAY mit EC- und Visa-Card

Das kostenlose Internetkonto der DKB auch für PARAGUAY bietet Ihnen viele Extras für 0 Euro: EC- und VISA-Card, weltweit kostenlos Bargeld abheben - an allen Geldautomaten, 7,9% Dispo-Zins uvm.

Hohenau (0)
Profiwin.de - Wir machen Sie zum Gewinner


Im Jahre 1900 wurde Hohenau von deutschstämmigen Familien gegründet.

109 Jahre später wird der Webauftritt hohenau.gov.py der Gemeinde Hohenau nur mehr in spanischer Sprache getätigt, obwohl noch tausende Nachfahren der ersten Siedler in Hohenau ein sehr gutes Deutsch sprechen.

Zum Glück gibt es eine Google-Übersetzung [...mehr]
für unsere deutschen User und wir sind nicht auf die spanische Sprache angewiesen !

Vor allem, da ja die englische Sprache die Zukunft bedeutet und diese auch in Kursen in den Colonias Unidas angeboten wird !

-----------------------------------------------------------------

Artikel: Klaus Hofer / Österreich


Profiwin.de - Wir machen Sie zum Gewinner



Gefunden: 0 Bild(er) auf 0 Seite(n). Angezeigt: Bild 0 bis 0.

In dieser Kategorie sind keine Bilder vorhanden.




Bilder pro Seite: 

 

   
Mit diesem EBOOK nach Paraguay auswandern, dann kann nichts mehr schief gehen !>>>


RSS Feed: Kritisches Paraguay (Neue Paraguay-Bilder)

Bildschirmauflösung: 1024x768 Pixel
321 hier und 1500 Paraguay-Bilder im Membersbereich in 137 Paraguay-Kategorien.
---------------------------------------------------------

[Anuncios Clasificados Gratis en Paraguay] [Publicar Clasificado Gratis] [Paraguay Free classifieds] [Ultima Hora Clasificados]

Mit diesem EBOOK nach Paraguay auswandern, dann kann nichts mehr schief gehen !>>>